22
Aug
2017

Zurück ins Baltikum

An den Selektionsläufen für den Weltcup in Lettland von Anfangs August wurden wir Läufer im Städtli von Sursee und im Bireggwald bei Luzern jeweils gefordert. Im Sprint mussten viele schnelle Entscheidungen gefällt werden und über die Mitteldistanz galt es einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich konnte an diesen beiden Wettkämpfen nur bedingt überzeugen. Physisch hatte ich mich von einer harten Trainingswoche zuvor noch nicht ganz erholt und so waren meine Beine zu wenig schnell. Dank einer soliden technischen Leistung konnte ich den Schaden jedoch in Grenzen halten und wurde für den Weltcup in Lettland selektioniert!

Nach ein paar etwas ruhigeren Tagen zu Hause reiste ich ins Tessin. Nebst täglichen OL-Trainings standen auch normale Dauerläufe, ein Intervalltraining und einen Berglauf auf dem Programm. Das Wetter war auch super und so genoss nicht selten nach dem Training eine Abkühlung im Fluss Melezza.

Da im nächsten Mai die EM im Tessin stattfindet, werde ich in den kommenden Monaten immer wieder fürs Training ins Tessin reisen. Doch bevor dort das nächste Trainingslager ansteht, geht's bereits morgen wieder in den Norden, zurück ins Baltikum! Von Freitag bis Sonntag wird in Cesis die dritte Weltcuprunde ausgetragen. (Link Weltcup) Anschliessend werden wir Schweizer noch ein paar Tage in Lettland bleiben, um in den Wäldern rund um den WM-Austragungsort vom nächsten Sommer zu trainieren.

01
Aug
2017

Schwedenferien

Nur wenige Tage nach der WM reiste ich nach Schweden. In der ersten Woche genoss ich etwas ruhigere Tage in der Gegend rund um Jönköping. Nebst dem alltäglichen Training fand sich genug Zeit, um auch mal ein paar Stunden am Strand zu liegen und ein gutes Buch zu lesen...

In der zweiten Woche lief ich den O-Ringen. Über zehntausend Läufer hatten sich für diesen Mehrtagelauf angemeldet und ich freute mich riesig auf dieses Volksfest! Meine Erwartungen wurden dann vollends erfüllt: Super Stimmung, tolle Wälder, schwierige Bahnen und schönes Wetter! Auch mit meinen eigenen Leistungen bin ich im Grossen und Ganzen zufrieden; Ich konnte mich gut gegen die nordische Konkurrenz behaupten und erlief mir den 14. Schlussrang in der Elitekategorie. (Resultate)

Erster Teil der ersten Etappe: Lange Routenwahlen wechselten sich mit kürzeren Posten ab

Waldfotos: Sven Alexandersson

Sprint in Arvika mit vielen Zuschauern!

Nun bin ich wieder zurück in der Schweiz und nächste Woche geht es dann bereits mit den Selektionläufen für den Weltcup in Lettland weiter.

11
Jul
2017

Mein WM-Debüt

Noch nie zuvor hatte ich mich so spezifisch auf einen einzigen Wettkampf vorbereitet. Technisch, physisch und mental sollte am 6. Juli alles zusammenpassen und dafür hatte ich in den letzten Wochen viele spezifische Trainings absolviert. Als ich dann am WM-Start stand, hatte ich einen genauen Plan im Kopf, wie ich das Rennen angehen wollte. Trotz Nervosität wollte ich ruhig und systematisch laufen.

Der Start gelang mir gut. Das Gelände war sehr unübersichtlich und ich musste viel Zeit in die Technik investieren – physisch konnte ich hier nicht am Limit laufen. Im Mittelteil unterliefen mir dann zwei Fehler. Obwohl ich jeweils nicht weit vom Posten entfernt war, brauchte ich viel Zeit, um mich wieder auf der Karte einzulesen und zu reagieren. Hier vergab ich meine Chance, in die Top 20 zu laufen.

Im Schlussteil lief ich wieder gut und konnte mich auf den 30. Rang vorkämpfen. Endlich hatte ich das Gelände im Griff und konnte das Tempo erhöhen. (Rangliste, GPS)

WM-Karte: Der 8. und 10. Posten wurde mir zum Verhängnis

Natürlich wäre ich gerne in die Top 20 gelaufen, doch an diesem Tag war ich zu wenig sicher unterwegs und lief etwas zu zurückhaltend. In den nächsten Tagen werde ich nun analysieren, was ich hätte anders machen können, damit es nächstes Mal in der Rangliste weiter nach vorne reicht…

Zusammenfassend war es eine sehr tolle, spannende und lehrreiche Woche! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Schweizer Team für eine tolle WM und an die Fans für's Anfeuern!

Fotos: Reigo Teervalt, Rolf Gemperle

29
Jun
2017

sportaktuell vom 27. Juni 2017

Am Dienstagabend wurde in der Sendung sportaktuell eine Vorschau auf die OL-WM mit meiner WG-Mitbewohnerin Martina Ruch und mir ausgestrahlt. Wer den Beitrag noch nicht gesehen hat, der kann das hier nachholen.

Morgen fängt dann endlich die WM an! Bis ich meinen Einsatz habe, muss ich mich jedoch noch etwas gedulden: Die Mitteldistanz findet am nächsten Donnerstag, 6. Juli, statt. Bis dahin werde ich noch ein paar wenige OL-Trainings absolvieren und die anderen Schweizer bei den Sprintdisziplinen und bei der Langdistanz anfeuern!

Nützliche Links

27
Jun
2017

Erste SM-Medaille

Am letzten Wochenende fanden die Schweizermeisterschaften im Sprint- und Langdistanz-OL im Aargau statt. Da diese Wettkämpfe die letzten vor meinem WM-Einsatz waren, waren sie – obwohl sowohl die Distanzen wie auch das Gelände nicht einmal im weitesten Sinne mit der WM-Mitteldistanz vergleichbar sind – eine Art Hauptprobe.

Im Sprint führte die Bahnanlage durch einen grossen Park, Einfamilienhäuser, dem Römerlager Vindonissa und einem Schulhausareal. Es war ein abwechslungsreicher Sprint, bei dem einige Routenwahlentscheidungen gefällt werden mussten. Natürlich waren auch schnelle Beine gefragt.

Ich schlug mich nicht schlecht: Technisch kam ich gut durch und läuferisch bin ich, obwohl ich noch nicht mit den schnellsten mithalten kann, auch zufrieden. Schlussendlich lief ich auf den für mich sehr guten 7. Rang. (Rangliste, GPS)

Die Langdistanz wurde auf der Salhöchi ausgetragen. 8.8 Kilometer OL, 17 Posten und nicht weniger als 455 Höhenmeter erwarteten uns Eliteläuferinnen. Zum Glück stiegen an diesem Tag die Temperaturen nicht über 30 Grad, ansonsten wäre es wohl noch härter geworden… Im ersten Teil der Bahn wurde ich mit zwei langen Routenwahlen überrascht. Ich erwischte bei keiner die Idealroute, setzte meine Routen aber gut um und konnte so die Zeitverluste in Grenzen halten.

Erster Teil der Langdistanz-Bahn

Ansonsten lief ich sehr gut und konnte mich im Ziel über den zweiten Rang hinter Simone Niggli freuen. Ich erlief mir also meine erste SM-Medaille bei der Elite, was natürlich Selbstvertrauen für die bevorstehende WM gibt! (Rangliste)

Apropos WM: Gestern hatten meine WG-Mitbewohnerin Martina und ich Besuch vom SRF. Den Beitrag «Porträt Martina Ruch und Lisa Holer vor der WM» gibt es heute, 27.06.2017, um 22.35 Uhr auf SRF 2 zu sehen.

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