Zweiter Rang mit GMOK an der Venla

Ich reiste letzte Woche mit gemischten Gefühlen nach Lahti, Finnland. Einerseits freute ich mich riesig, dass ich das Vertrauen bekommen hatte, an der Venla-Staffel für das erste Team von Göteborg-Majorna OK (GMOK) die Startstrecke laufen zu dürfen. Andererseits war ich schon mehrere Tage vor dem Wettkampf so nervös geworden, dass ich zwischenzeitlich mein Selbstvertrauen ganz verlor und mir nicht vorstellen konnte, wie ich diese sechs Kilometer lange Bahn absolvierten sollte. Die Tatsache, dass ich zuvor noch nie die Startstrecke an einer grossen Staffel gelaufen war, machte die Sache auch nicht gerade besser. So studierte ich diesmal als Vorbereitung nicht nur die alte Laufkarte, sondern auch das GPS der Startstrecken der letzten zehn Venla-Staffeln und kam zum Schluss, dass, wenn ich technisch eine saubere Arbeit mache, der Rückstand nicht allzu gross sein sollte.

Nach zwei Tagen Vorbereitung mit GMOK in Lahti, wo wir trainierten, die Teamtaktik besprachen und viel lachten, ging’s dann endlich los. Die Nervosität hatte ich mittlerweile soweit im Griff, dass die Vorfreude deutlich überwog. Der Startschuss fiel und zusammen mit 1300 anderen Frauen stürzte ich mich in den Wald. Ich lief ein kontrolliertes Rennen und investierte, wie wir das im Team abgemacht hatten, bei jeder kleiner Unsicherheit, Zeit, um grössere Fehler zu vermeiden.

Auch meine drei Teamkolleginnen Anna, Lina und Judith konnten unseren Plan umsetzten und wir arbeiteten uns in der Rangliste immer weiter nach vorne, bis Judith dann auf der letzten Strecke als zweite ins Ziel kam. Was für ein cooles Gefühl mit dem Team einlaufen zu können!

Die Freude über das Top-Resultat war gross und dass unser zweites Team auf den ausgezeichneten 21. Rang lief, machte die Sache nur noch besser! Danke GMOK für ein super Wochenende in Finnland!

Und weil es mir im sonnigen Finnland so gefiel, blieb ich noch weitere drei Tage dort oben und trainierte zusammen mit vier anderen Schweizer für die Studenten-WM. Nebst tollen OL-Trainings war unsere Hauptbeschäftigung, Bananen und Brot zu verwerten. Denn wenn die einen das übriggebliebene Essen von GMOK und die anderen jenes von IFK mitnehmen, kommt da einiges zusammen. Unter anderem 26 Bananen und 8 Packungen Brot...

Fotos: Lars Rönnols